Siebelfähre PiLF 327 (takt.Nr.)

  PiLF 326
PiLF 328  


Kennung : PiLF 327
2. Kennung : takt.Nr.
Zivil- und Nachkriegsnamen : ALTMÜHL"
Schiffstyp : Pionierlandungsfähre
Untertyp : PILF 40 BMW
Sonderausstattung : Transportfähre


Siebelfähre : Typ PILF 40 BMW
Verdrängung konstruktiv (t) : 130
Länge (m) : 24.25
Breite (m) : 14,20
Tiefgang leer (m) : 0,90
Tiefgang beladen (m) : 1,20
Seitenhöhe (m) : 2,30
Antriebsanlage Anzahl : 2x 1
Antriebsanlage Typ : 2 BMW-Flugzeug-Motoren mit 2 Wasserschrauben 0,80m Durchmesser
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 420 e
Geschwindigkeit leer (kn) : 7
Geschwindigkeit beladen (kn) : 5,9
Treibstoffvorrat (t) : 2,5
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 116sm / 6kn
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : keine Angaben (etwa 10 Mann)
Ladefähigkeit : 40-60 t oder 120 Mann
Panzerung : keine
Ausrüstung : variabel, unterschiedlich
Technische Bemerkungen : In Anlehnung an Luftwaffenfähre Typ 40 : Zwei Brückenschiffe mit je 7 Pontons (Kaffen) des schweren Schiffbaugerätes (s.F.). Daher auch als schwere Fähre bezeichnet. Das Deck ist ein Stahlgittergerüst mit einem Belag aus 6cm dicken Holzbohlen.
Einstöckiges Zentral-Deckshaus mit vorgesetztem Steuerhaus (Serie I). Aufgrund des Baukastenprinzips entstanden an der Front viele Modifikationen.
Nichtteilbares BMW-Endschiff (5,50m lang). Wegen des außerordentlich hohen Verbrauchs an Flugbenzin (Kerosin B-4) kam es an der Front häufig zu Nachschubproblemen.
Typ 40 mit Zentraldeckshaus (Otto Heinemeyer)
Typ 40 mit achteraus versetztem Deckshaus und aufgesetzter Flak
kein Nachweis.
Anmerkung zum Lebenslauf (nicht in DDK):
- 00.06.1942 Ldgs.Pi.Btl. 128 in Mariupol
- 20.05.1943 Fähren-Komp. 2./128 tritt als 2. Komp. zum Pi.Ldgs-Btl. 214
-
- 00.06.1943 Neue PiLF Typ 41 Deutz.
- 15.11.1943 Verlust westl. Krim
- 31.08.1942 Pionierlandungsfähre 327 des Bau-Btl. 128 (Kertsch) einsatzbereit [0]
- 01.09.1942 Unternehmen "Blücher II": Überführung der XXXXII. Inf.Div. über die Straße von Kertsch nach Taman. Der Gruppe KU I für Blücher II als Kampffähre zugeteilt [0]
- 02.09.1942 sF 327 ALTMÜHL wegen Fehlens einer geeigneter Zugmaschine zur Ausschiffung einer geladenen 8,8cm Flak an der Landestelle auf der Halbinsel Taman verblieben. Sie sichert dort den Bau einer Landungsbrücke aus Bockgerüsten des B-Geräts durch rumänische Pioniere.[1]
- 03.09.1942 Bei Tagesanbruch sF 327 nach Eintreffen einer Zugmaschine entladen. Nachmittags Angriff von 2 sowj. Schlachtflugzeugen, die durch die Flakvierlinge von Fähren abgewehrt werden und über See abstürzen. 1 Mann der Fährenbesatzung gefallen, mehrere verwundet.[1]
- Ab 01.1943 Nach dem Zusammenbruch der Kaukasus-Front 1943 zieht sich die deutsche 17. Armee an die Mündung des Kubans zurück. Dort kann sie sich bis Oktober 1943 halten. In dieser Zeit können mehr als 200.000 Soldaten über die Straße von Kertsch versorgt und schließlich evakuiert werden.[W]
- 20.05.1943 Die bisherige Fährenkompanie 2./128 tritt als 2. Kompanie zum neu aufgestellten Pi.Ldgs-Btl. 214. Mit dieser Maßnahme einher geht eine Umnummerierung der betreffenden Fähren.[K]
- Ab 06.1943 Andere Fähre PiLF 327:
- 14.-16.11.1943 1.Kp./ Pi.Ldgs.Btl. 128 im Seemarsch von Otschakow nach Ak Metschet, am 15.11. sF 327 im Sturm gesunken.[1]
- 16.11.1943 11.50 Uhr MFP F 325, F 580 mit 8 Siebelfähren in Ak-Metchet eingelaufen. SF 327 [unterwegs] gesunken [2].

Verlust am: 15.11.1943
Verlustart: Havarie im Sturm [1]
Gröner " Die dt. Kriegsschiffe 1815 - 1945 " Bd. 7
[0} Dokumente des XLII. Armeekorps, NARA T314 Rolle 996
[1] Kugler: Chronik der Landungspioniere
Eingefügt am: 31.07.2012
Eingefügt von: Martin Goretzki
Letzte Änderung: 04.06.2026
Geändert von: TW
Änderung: - 31.07.2012 M. Goretzki: Datensatz angelegt.
- 19.06.2015 M. Goretzki: Chronik & Verlustangaben gem. [1] eingefügt.
- 27.05.2026 T. Weis: Chronik gem. [0] ergänzt.