Siebelfähre PiLF 318 (takt.Nr.)

  PiLF 317
PiLF 319  


Kennung : PiLF 318
2. Kennung : takt.Nr.
3. Kennung : sF 318 [1]
Schiffstyp : Pionierlandungsfähre
Untertyp : PILF 40 BMW
Indienstgestellt : 00.06.1942


Siebelfähre : Typ PILF 40 BMW
Verdrängung konstruktiv (t) : 130
Länge (m) : 24.25
Breite (m) : 14,20
Tiefgang leer (m) : 0,90
Tiefgang beladen (m) : 1,20
Seitenhöhe (m) : 2,30
Antriebsanlage Anzahl : 2x 1
Antriebsanlage Typ : 2 BMW-Flugzeug-Motoren mit 2 Wasserschrauben 0,80m Durchmesser
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 420 e
Geschwindigkeit leer (kn) : 7
Geschwindigkeit beladen (kn) : 5,9
Treibstoffvorrat (t) : 2,5
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 116sm / 6kn
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : keine Angaben (etwa 10 Mann)
Ladefähigkeit : 40-60 t oder 120 Mann
Panzerung : keine
Ausrüstung : variabel, unterschiedlich
Technische Bemerkungen : In Anlehnung an Luftwaffenfähre Typ 40 : Zwei Brückenschiffe mit je 7 Pontons (Kaffen) des schweren Schiffbaugerätes (s.F.). Daher auch als schwere Fähre bezeichnet. Das Deck ist ein Stahlgittergerüst mit einem Belag aus 6cm dicken Holzbohlen.
Einstöckiges Zentral-Deckshaus mit vorgesetztem Steuerhaus (Serie I). Aufgrund des Baukastenprinzips entstanden an der Front viele Modifikationen.
Nichtteilbares BMW-Endschiff (5,50m lang). Wegen des außerordentlich hohen Verbrauchs an Flugbenzin (Kerosin B-4) kam es an der Front häufig zu Nachschubproblemen.
Typ 40 mit Zentraldeckshaus (Otto Heinemeyer)
Typ 40 mit achteraus versetztem Deckshaus und aufgesetzter Flak
keine Angaben, Nicht in DDK:
- 00.06.1942 Ldgs.Pi.Btl. 128
- 17.06.1943 Umrüstung auf PiLF Typ 41 Deutz
- 31.05.1944 Ldgs.Pi.Btl. 214
- 30.08.1942 Fähre 318 absehbar noch 4 Tage in Reparatur [0]
- 06.09.1942 Fähre liegt mit der beladenen Backbord-Seite auf einer Sandbank. PiLF 311 übernimmt die Ladung (Geschütz und LKW), danach ist PiLF 318 wieder schwimmfähig [0]
- Ab 01.1943 Nach dem Zusammenbruch der Kaukasus-Front 1943 zieht sich die deutsche 17. Armee an die Mündung des Kubans zurück. Dort kann sie sich bis Oktober 1943 halten. In dieser Zeit können mehr als 200.000 Soldaten über die Straße von Kertsch versorgt und schließlich evakuiert werden.[W]
- 17.06.1943 Fähren der 1./128 von BMW-Endschiffen auf Deutz-Endschiffe umgerüstet [1].
- 07.07.1943 Vor der Insel Kossa Tusla gelingt es sF 318, die sinkende sF 319 mit Stahltrossen zu unterfangen und über Wasser zu halten.[1]
- 25.05.1944 Pi.L.Btl.128 wird zwecks Auffrischung und Ergänzung nach Deutschland kommandiert. Abgabe der Pi-Fähre 318 ohne Endschiffe an das PiLBtl. 214.[2]
[0} Dokumente des XLII. Armeekorps, NARA T314 Rolle 996
[1] Kugler: Chronik der Landungspioniere (PiL 128)
[2] wwii.germandocsinrussia.org/ PiL 128 / Akte 32 / Seite 111
Eingefügt am: 22.05.2026
Eingefügt von: Thomas Weis
Letzte Änderung: 03.06.2026
Geändert von: TW
Änderung: - 22.05.2026 T. Weis: Chronik gem. [0] und [2] erstellt.