Siebelfähre PiLF 322 (takt.Nr.)

  PiLF 321
PiLF 323  


Kennung : PiLF 322
2. Kennung : takt.Nr.
Schiffstyp : Pionierlandungsfähre
Untertyp : PILF 40 BMW
Sonderausstattung : Transportfähre
Indienstgestellt : 00.06.1942


Siebelfähre : Typ PILF 40 BMW
Verdrängung konstruktiv (t) : 130
Länge (m) : 24.25
Breite (m) : 14,20
Tiefgang leer (m) : 0,90
Tiefgang beladen (m) : 1,20
Seitenhöhe (m) : 2,30
Antriebsanlage Anzahl : 2x 1
Antriebsanlage Typ : 2 BMW-Flugzeug-Motoren mit 2 Wasserschrauben 0,80m Durchmesser
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 420 e
Geschwindigkeit leer (kn) : 7
Geschwindigkeit beladen (kn) : 5,9
Treibstoffvorrat (t) : 2,5
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 116sm / 6kn
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : keine Angaben (etwa 10 Mann)
Ladefähigkeit : 40-60 t oder 120 Mann
Panzerung : keine
Ausrüstung : variabel, unterschiedlich
Technische Bemerkungen : In Anlehnung an Luftwaffenfähre Typ 40 : Zwei Brückenschiffe mit je 7 Pontons (Kaffen) des schweren Schiffbaugerätes (s.F.). Daher auch als schwere Fähre bezeichnet. Das Deck ist ein Stahlgittergerüst mit einem Belag aus 6cm dicken Holzbohlen.
Einstöckiges Zentral-Deckshaus mit vorgesetztem Steuerhaus (Serie I). Aufgrund des Baukastenprinzips entstanden an der Front viele Modifikationen.
Nichtteilbares BMW-Endschiff (5,50m lang). Wegen des außerordentlich hohen Verbrauchs an Flugbenzin (Kerosin B-4) kam es an der Front häufig zu Nachschubproblemen.
Typ 40 mit Zentraldeckshaus (Otto Heinemeyer)
Typ 40 mit achteraus versetztem Deckshaus und aufgesetzter Flak
kein Nachweis.
Anmerkung zum Lebenslauf (nicht in DDK):
- 00.06.1942 Ldgs.Pi.Btl. 128 in Mariupol
- 20.05.1943 Fähren-Komp. 2./128 tritt als 2. Komp. zum Pi.Ldgs-Btl. 214
-
- 00.06.1943 Neue PiLF Typ 41 Deutz.
- 31.05.1944 Abgabe (ohne Motoren) an Ldgs.Pi.Btl. 214
- 31.08.1942 Pionierlandungsfähre 322 des Bau-Btl. 128 (Kertsch) einsatzbereit [0]
- 01.09.1942 Unternehmen "Blücher II": Überführung der XXXXII. Inf.Div. über die Straße von Kertsch nach Taman. Der Gruppe KU I als Transportfähre zugeteilt [0]
- Ab 01.1943 Nach dem Zusammenbruch der Kaukasus-Front 1943 zieht sich die deutsche 17. Armee an die Mündung des Kubans zurück. Dort kann sie sich bis Oktober 1943 halten. In dieser Zeit können mehr als 200.000 Soldaten über die Straße von Kertsch versorgt und schließlich evakuiert werden.[W]
- SF 322 neben SF 323 auf der Taman-Halbinsel im Hafen Tsenara [B] Bilddokument
- 20.05.1943 Die bisherige Fährenkompanie 2./128 tritt als 2. Kompanie zum neu aufgestellten Pi.Ldgs-Btl. 214. Mit dieser Maßnahme einher geht eine Umnummerierung der betreffenden Fähren.[K]
- Ab 06.1943 Andere Fähre PiLF 322:
- 07.05.1944 bei nächtlichen Fliegerangriffen auf der Krim wird Ob.Gefr. Boch von der Fähre 322 durch Bombensplitter verwundet.[1]
- 25.05.1944 Pi.L.Btl.128 wird zwecks Auffrischung und Ergänzung nach Deutschland kommandiert. Abgabe der Pi-Fähre 322 ohne Endschiffe an das PiLBtl. 214.[2]
[0} Dokumente des XLII. Armeekorps, NARA T314 Rolle 996
[1] KTB Landungspionierbatl. 128
[B] Bilddokument
[2] wwii.germandocsinrussia.org/ PiL 128 / Akte 32 / Seite 111
Eingefügt am: 04.05.2012
Eingefügt von: Thorsten Reich
Letzte Änderung: 04.06.2026
Geändert von: TW
Änderung: - 04.05.2012 T. Reich: Datensatz angelegt und Bild 1 eingefügt
- 29.01.2019 R. Stenzel: Chronik gem. [1] ergänzt.
- 27.05.2026 T. Weis: Chronik gem. [0] und [2] ergänzt,